Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst e.V.
Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst e.V.

Sehenswürdigkeiten

Römerstraße
Am Nordrand des Ebersberger Forstes sind noch die Spuren der Römerstraße erkennen, die hier von Augsburg über München kommend nach Mühldorf und Wels (Österreich) führte. Diese Straße war eine wichtige Ost-West-Verbindung für die römischen Besatzungstruppen in Rätien (das Land zwischen Donau und Alpen um 150 n. Chr.). Die Römer bauten ihre Straßen schnurgerade, weil so die Strecken am kürzesten waren und leichter überwacht werden konnten. Der Abschnitt durch den Forst war eine sogenannte Hochstraße (erhöht gegenüber dem umgebenden Gelände) und diente noch bis zum Ende des 17. Jahrhunderts als Reise- und Handelsweg. Entlang der vorhandenen Materialgruben (kleine Kiesgruben, für die Befestigung der Straße) findet man heute den Straßenverlauf etwa 50 Meter südlich des Rotsäulerl Geräumt.

 

Hetzplatz-Geräumt
In einer Abteilung des Ebersberger Forstes wurden Jagdhunde zur Jagd auf die überhand nehmenden Wildschweine in einem eigens errichteten Hetzgatter ausgebildet, denn das Schwarzwild richtete auf den Feldern enorme Schäden an.

 

Hollerith-Eiche
Mit der Hollerith-Eiche wurde dem ersten im Weltkrieg 1939 - 1945 gefallenen Waldarbeiter des Forstamtes Anzing ein bleibendes Denkmal gesetzt. Zum Andenken an den 1942 in Rußland gefallenen Josef Hollerith aus Frotzhofen hat der damalige Forstmeister Josef Schautz bei einer Gefallenenehrung unter großer Anteilnahme der Bevölkerung diese Eiche gepflanzt.

 

Friedensbuche
Die Friedensbuche, eine Blutbuche, im ehemaligen Wirtsgarten im Ebersberger Forst der „Anzinger Sauschütt” hat unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945, der damalige Forstdienststelleninhaber und Gastwirt Ludwig Neissendorfer, in der Hoffnung auf bessere Zeiten gepflanzt. Ein Anzinger Freundeskreis entschloss sich, zur dankbaren Erinnerung an 50 Jahre Frieden und Freiheit in unserem Land vor der Buche einen Gedenkstein aufzustellen. Die Einweihung des Steines und die gleichzeitige Grundsteinlegung für die benachbarte Kapelle erfolgte bei einem viel besuchten Waldfest im Mai 1995. Seither finden sich an dem früher sehr beliebten Ausflugsort wieder viele Einheimische und Wanderer aus dem Münchner Osten ein.

 

Anzinger Sauschütt
Früherer Sitz einer Forstdienststelle (1979 abgebrochen). In unmittelbarer Nähe zur Anzinger Sauschütt stand hier früher eine Kapelle, die wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Auf Initiative des Wildmeisters K. Esterl und des Försters L. Neissendorfer wurde zusammen mit Anzinger Handwerkern, die unentgeltlich Hand- und Spanndienste leisteten, die Kapelle wieder neu aufgebaut.

 

Gareisstein
Der Gareisstein beinhaltet die Asche des Forstrates Wilhelm Gareis (1857-1919). Dieser hatte sich als damaliger Leiter des Forstamtes Anzing sehr um die Wiederaufforstung des Ebersberger Forstes nach der Nonnenkatastrophe von 1889/92 und dem verheerenden Zyklon von 1894 verdient gemacht. Es war sein Wunsch, dass seine Urne in einer mächtigen Buche inmitten des Ebersberger Forstes beigesetzt werde. Da die Buche aus Altersgründen weitgehend abgestorben war, wurde auf Initiative eines Ebersberger Freundeskreises die Urne 1994 in einen eigens herbeigeschafften Findling für immer umgebettet, und mit einer bronzenen Gedenktafel von Manfred Bergmeister versehen. Die ursprünglich an der benachbarten Buche angebrachte eiserne Gedenktafel befindet sich im Ebersberger Museum für Wald und Umwelt.

 

Eustachius Stein
Auf Initiative des Försters Hans Stierhof errichteten Jäger, die die Jagd ausüben, für den bayerischen Schutzpatron der Jagd hier einen Gedenkstein.

 

Schwarzwild Schaufütterung

 

Vom Forstamt Ebersberg für Besucher neu errichtete Anlage zur gefahrlosen Beobachtung von Wildschweinen in ihrem natürlichen Lebensraum, aus einem überdachten wettergeschützen Beobachtungsstand.

 

Hohenlindener Sauschütt mit Wildgehege und Walderlebnispfad
Ehemalige Forstdienststelle, heute Waldgaststätte mit Biergarten und Kinderspielplatz.
Empfehlenswert: Spaziergang ums Wildgehege mit Rot- und Schwarzwild (Hirsche und Wildschweine). Sowie der behindertengerechte, neu geschaffene Walderlebnispfad konzpiert und gebaut in Zusammenarbeit mit den Steinhöringer Werkstätten für behinderte Menschen, Prof. Dr. Vocke von der Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst und dem Bayerischen Forstamt Ebersberg.

 

Bayerische Waldklimastation Ebersberg
Die 22 Bayerischen Waldklimastationen bilden ein über ganz Bayern verteiltes Netz von Forschungsschwerpunkten in den Waldökosystemen Bayerns. Wichtigstes Ziel ist die intensive und kontinuierliche Beobachtung und Dokumentation der komplexen physikalisch-chemischen und biologischen Lebensabläufe in Waldökosystemen.

 

Wildruhezonen mit Beobachtungsflächen
Das Forstamt Ebersberg hat inmitten des Wildparks rund 500 ha als Wild-Ruhezone mit zwei großen Beobachtungsflächen ausgewiesen. Auf diesen mehrere Hektar großen Wildäsungsflächen soll insbesondere das Rotwild (Hirsch) tagsüber sichtbar gemacht werden.

 

Der Bevölkerung soll damit ermöglicht werden, unsere größte heimische Wildart in freier Natur zu beobachten!

 

Forsthaus Diana (mit Schießsportanlage)
Ehemalige Forstdienststelle, heute Köhlerei mit Grillplatz und Brotzeitstation.

 

Forsthaus St.Hubertus
Ehemalige Forstdienststelle, heute Waldgaststätte mit Biergarten und Kinderspielplatz.

 

Museum Wald und Umwelt Ebersberg
Das Museum Wald und Umwelt befindet sich beim Aussichtsturm auf der Ludwigshöhe Ebersberg. Es besteht aus einem Innen- und einem Außenbereich. Draußen werden Bäume und Gehölze auf alte Weise genutzt und so Waldformen der Vergangenheit wieder hergestellt. Ein Naturerlebnispfad, der den unmittelbar angrenzenden Ebersberger Forst einbezieht, gibt Gelegenheit zu eigenem Beobachten und Ausprobieren. Was Sie als Besucher draußen im Freien entdecken und mit allen Sinnen erfahren können, finden Sie
drinnen in seinen historischen oder aktuellen Kontext eingeordnet.

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