Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst e.V.
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SZ-Landkreisausgaben Ebersberg Freitag, 4. Juli 2008
Ebersberg Seite R3

Baubeginn im Idealfall vor 2020
Arbeitskreis stellt drei Umgehungstrassen vor

Konkrete Vorschläge für Straßenführungen bei Kirchseeon

basieren auf Kriterienliste von Veronika Schantz

Kirchseeon - Der „Arbeitskreis B 304” hat jetzt drei mögliche Trassen für eine Kirchseeoner Ortsumfahrung vorgestellt. Sie basieren auf einer Liste von Kriterien und Forderungen, die der Gemeinderat erarbeitet hatte. Jetzt sollen sich die Räte mit den konkreten Varianten befassen.

 

Alle drei Strecken müssten zumindest teilweise in aufwendiger Tunnel- oder Trogbauweise mit Abdeckelung errichtet werden, um die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde nicht zu gefährden und den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, wie die Arbeitskreis-Vorsitzenden Herbert Blöchl (SPD) und Hubert Reinhardt (CSU) bei der Präsentation sagten. So würde die nördliche Trasse östlich von Kirchseeon-Dorf in einen bergmännisch erstellten Tunnel münden, der das besonders wertvolle FFH-Gebiet am Südrand des Ebersberger Forsts durchquere und dann in einer gedeckelten Einhausung parallel zum Ort durch den Wald führe. Die zweite Variante entspreche weitgehend dem bereits bekannten Vorschlag der Kirchseeoner Grünen, die bestehende B 304 in offener Bauweise zu untertunneln. Einziger Unterschied: Der östliche Tunneleingang läge hier schon in Höhe des Autohauses an der Ostseite des Spannleitenbergs. Dort begänne auch der Tunnel des dritten Trassenvorschlags, der hinter dem Iveco-Gelände ein kurzes Stück oberirdisch verlaufe, dann in einer Einhausung durch den Bannwald und südlich an Ilching vorbeiführt und entweder wie die beiden anderen Strecken auch am Ende der Zornedinger Ortsumgehung wieder in die alte B 304 mündet oder aber einen Kilometer weiter auf Höhe der Kreisstraße nach Moosach.

 

Sollte sich der Gemeinderat für die südliche Variante oder die Untertunnelung der bestehenden B304 entscheiden, so Blöchl, müsste sich der Markt außerdem dazu verpflichten, sich an den dringend benötigten Lärmschutzmaßnahmen für Kirchseeon-Dorf finanziell zu beteiligen.

 

Damit die Umgehungsstraße schnellstmöglich wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen werde, empfiehlt Reinhard, dass der Gemeinderat einstimmig und so schnell wie möglich entscheidet, ob er dem Straßenbauamt Rosenheim eine, zwei oder alle drei Trassen zur Prüfung übergeben möchte. Wenn auch die Naturschutzverbände ihren Widerstand gegen die nördliche und südliche Variante aufgäben, zeigt sich Reinhardt optimistisch, dass der Baubeginn sogar vor dem Jahr 2020 zu realisieren sei.

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